Endurance

Kurz nachdem Roald Amundsen die erste Expedition zum Süd-Pol in den Jahren 1911-12 geleitet hat, fing Sir Ernest Shackleton an, seine englische Trans-Antarktis-Expedition zu planen. Als sein Schiff wählte Shackleton die Endurance - eine Barkentine, die neu für Touristen-Kreuzfahrten in der Arktis gebaut wurde.

 

Chronik

 

Am 8. August 1914 segelte die Endurance von Plymouth nach Buenos Aires, welches sie am 26. Oktober in Richtung der antarktischen Halbinsel wieder verließ. Am 11. Dezember trat die Endurance ins Packeis ein und manövrierte fast 1.000 Meilen durch das Eis hindurch.

Am 19. Januar 1915 blieb sie im Packeis stecken, ohne Sicht auf den Kontinent und nur sechs Meilen von ihrem beabsichtigtem Ziel entfernt. Noch weitere neun Monate trieb die Endurance mit dem Eis, zunächst in westlicher Richtung und dann nördlich parallel zu der antarktischen Halbinsel. Der schlechte Zustand des Schiffes veranlasste die Mannschaft dazu, die Endurance zu verlassen. Sie irrte durch das Eis, bis sie auf der unbewohnten Insel Elephant Island ihr Lager aufschlugen. Nach mehreren gescheiterten Rettungsversuchen, wurde die Mannschaft erst am 30. August gefunden.

 

In einem Brief an seine Frau schrieb Shackleton: „Ich habe es geschafft...Ich habe kein Leben verloren und wir sind durch die Hölle gegangen.“

Obwohl Shackleton sein Ziel verfehlt hat, wurde er für seine Entschlossenheit und seine Erfindungsgabe in der Endurance Expedition geehrt. Diese Expedition erteilte ihm einen einzigartigen Platz in der Geschichte der Forschung.

 

Mit den Worten von Sir Edmund Hillary: „Gebt mir für die wissenschaftliche Entdeckung Scott; für die Schnelligkeit und Effizienz gebt mir Amundsen; aber wenn dich das Unglück trifft und alle Hoffnung verloren ist, dann geh auf deine Knie und bete für Shackleton.“

 

Technische Daten: Barkentine (1f/3m)

Bau: Framnaes Mek. Verstad, Sandefjord, Norwegen; 1912

 
 
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