Gjøa

Unter der Leitung des Kapitäns Roald Amundsen war die Gjøa das erste Schiff, welches erfolgreich die Nordwestpassage durchquert hat.

Ihr Name stammt aus den Valküren-Mythen der Wikinger.

 

Chronik

 

28 Jahre lang wurde sie als Handelschiff und für den Fischfang eingesetzt, wofür sie ursprünglich auch gebaut wurde. In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts kaufte Amundsen die Gjøa für seine im Jahre 1900 vorgesehene Arktis-Reise. Nach dem er sie mit einer Verkleidung aus Eichenholz, Eisenträgern am Bug und einem kleinen Kerosin-Verbrennungsmotor ausgestattet hatte, verbrachte er die folgenden Jahre auf Probe-Reisen zwischen Norwegen und Grönland.

 

Am 16. Juni 1903 verließ das Segelschiff Gjøa mit Amundsen und einer sechs-köpfigen Besatzung Oslo. Sie ankerten zunächst in Godhavn auf der Westseite von Grönland und nahmen dort Hunde, Kajaks und Schlitten an Bord. Im September 1903 ankerten sie in King William Island und verbrachten dort die nächsten zwei Jahre, um den Ort und die Bewegung des magnetischen Nordpols zu ermitteln.

Im August 1905 segelten sie weiter westwärts zwischen Kanada und den südlichen Küstenstreifen der Victoria Island hindurch, bis zu Bank Island, welches heute als Amundsen Golf bekannt ist. Die Nordwestpassage, die den Atlantik mit dem Pazifik verbindet, war somit durchquert.

 

Ein Jahr und zwei Monate später lief die Gjøa in den Hafen von San Francisco ein, wo sie ein großes Willkommen-Fest erwartete. Auf das Betreiben der norwegischen Gemeinschaft in San Fransisco hin, wurde die Gjøa im Golden Gate Park ausgestellt. Erst 1974 kehrte sie nach Norwegen zurück, wo man sie heute im Norsk Sjøfartsmuseum in Bigdøy/ Oslo bewundern kann.

 

Technische Daten: Sloop

Bau: Kurt Johannesson Skaale, Rosendal, Hardanger, Norwegen; 1872

 
 
Diese Seite drucken Nach oben Springen Zur Startseite